Eine Wanderung von ca. 3 Stunden ( In 3 Etappen als "Route Grün" - "Route Rot" - "Route Blaue" farbig markiert.)

Mit dem Auto fahre ich von Bad Schandau nach Krippen, es geht durch Reinhardtsdorf bis nach Schöna auf der Hauptstraße K8744. Am Ende des Dorfes Schöna führt die Marktstraße Richtung Reuterhof. Auf der linken Straßenseite ist ein kostenloser Parkplatz (Stand Sommer 2012). Mit festem Schuhwerk ausgerüstet ist der Aufstieg zu den Aussichtspunkten, auch für Kinder und Senioren, keine große Schwierigkeit.


Grüne Wanderroute

Parkplatz - Haus39 - Wegemarkierung gelber Strich - Holzbank-Aufstieg Plateau Zirkelstein


Die Nebelbilder des Zirkelsteins gelangen mir von den Wiesen der Siedlung Reuterhof.

Vom Parkplatz geht es zurück Richtung Dorfplatz, passiere nach etwa 100m das Gasthaus "Zirkelstein" und biege kurz dahinter rechts ab. Im Nebel erspähe ich den Großen Winterberg.

Ich wandere auf dem ausgebauten Weg, markiert mit einem waagerechtem gelben Strich , bis zum Waldrand.

An der Holzbank rechts vorbei und dann links auf den ersten erkennbaren Waldweg abbiegen. Nach ca. 2000m sehe ich linker Hand den Weg zum Aufstieg. Stufen und Eisenleitern führen zur Aussicht.

Die Waldlichtungen ermöglichen die Sicht zu den Bergmassiven. Schroffe stark zerklüftete Felsenwände zeigen sich im Morgengrau. Ein Blick zurück und ich sehe wie die Nebelschwaden über die Bäume streichen.

Auf dem Gipfel werde ich durch ein Wolkenmeer begrüßt. Eingehüllt vor mir die Kaiserkrone. Aus den Wolken ragt der Große Winterberg. In der Ferne sehe ich den Großen- und Kleinen Zschirnstein. Ganz früh am Morgen, wenn der Tag erwacht, dann ist noch Stille und erholsame Ruhe. Doch nicht immer, denn auf dem Gipfel schauten mich schon zeitig früh schläfrige Augen aus dem Schlafsack an.

Im Monat Mai liebe ich das Saftige grün der Wiesen und das zarte leuchtende grün der Birken. Auf dem Aussichtspunkt beginnt es nach 10 Uhr eng zu werden, ganz besonders an den Feiertagen und an den Wochenenden.


Rote Wanderroute

Abstieg Zirkelstein- Dorfplatz - Aufstieg Kaiserkrone


Der einzige Aufstieg ist auch der Abstieg. Bei Gegenverkehr wird es eng auf den Eisenleitern und Vorsicht ist geboten.

Am Fuße des Berges geht es nach links und ich erreiche nach 10 Minuten die Holzbank. Auf dem Weg zurück geht der Blick vorbei an den Häusern zur Kaiserkrone.

Das Haus Nr.39 mit einer grünen Holzverschalung wurde liebevoll restauriert. Über dem Türbogen steht die Jahreszahl 1839. Gegenüber vom Häuschen steht ein kleiner Sandsteinblock mit der Ansicht des Zirkelsteins, einer Sonne und die Jahreszahl 1713.

Ich komme zum Dorfplatz von Schöna, der 2008 unter dem Thema "Kunst auf dem Lande" neu gestaltet wurde. Auf Schildern wird über die Geschichte des Dorfes berichtet. Und ich lese, dass In der ehemaligen Amtshauptmannschaft Pirna, im letzten Drittel des Jahrhunderts, über 600 Steinbrüche in Betrieb waren. Die Nummerierung der Brüche wurde erforderlich. Der Dorfplatz mit dem Schiff aus Sandstein und die Sandsteinbank passen sich der Landschaft aus Stein und Fels hervorragend an. Ein schön gestaltetes Ensemble, das von Laien, Einwohnern und Touristen geschaffen wurde.

Der Ort wurde im 12. Jahrhundert von fränkischen und thüringischen Siedlern gegründet. Die erste urkundliche Erwähnung findet der Ort als "Schonaw" auf einer Verpfändungsurkunde aus dem Jahre 1379.

Am Ende des Dorfplatzes stoße ich auf den Malerweg, roter Punkt , gehe nach rechts auf die Bahnhofstraße und erfreue mich an den liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern. Nach ca. 200m geht es links ab zur Kaiserkrone.

Beim Aufstieg blicke ich zurück auf den Zirkelstein. Rechts sehe ich einen kleinen Felsblock, oft besetzt mit Wanderern, die hier wie C. D. Friedrich die Aussicht genießen. Auf diesem Stein steht der Maler Caspar David Friedrich in seinem berühmten Bild von 1818 "Der Wanderer über dem Nebelmeer". Am Berghang steht ein Gedenkstein für die Kriegsgefallenen. Rechts davon bietet eine Holzhütte Schutz.

Die stark zerklüftete Kaiserkrone besitzt 3 Aussichtspunkte. Die Nord,-Mittel- und Südaussicht. Auf der Südaussicht steht ein Funkmast. Das Plateau erreiche ich über eine Eisenleiter. Ich blicke zum Zirkelstein, rechts davon erheben sich die bewaldeten Felsen des Großen- und Kleinen Zschirnsteins. In westlicher Richtung erkennt man den Wolfsberg.

Über Eisenleitern geht es zur mittleren Aussicht mit der Wetterfahne. Im Westen liegen die Laasensteine, der Kohlborn, der Kleinhennersdorfer Stein, der Papststein und der Gohrischstein. Ich schaue nach Reinhardtsdorf und Schöna. Unverwechselbar und majestätisch wachsen aus dem Elbtal die Schrammsteine hervor. In weiter Ferne erkenne ich die Waitzdorfer Höhe und blicke in die Ebene zum Hirschgrund.

Über Stufen und Eisenleitern geht es zur Nordaussicht. Mich überrascht ein Schrammstein-Panorama, das kaum zu toppen ist. Ich entdecke den Rauschenstein und die Breite Kluft. Malerisch liegt der kleine Weiher, dann geht der Blick zum Schmilkaer Kessel. Der Ort Schmilka ist im Elbtal sichtbar. Von der Nordaussicht geht es über die Eisenleiter zurück. Am Fuß des Felsens führt der linke Weg zu einer idyllischen gelegenen Bank. Hier ist der Pfad zu Ende. Der Weg gerade aus führt wieder zur Mittel- und Südaussicht. Ich halte mich rechts, umgehe die schon besuchten Aussichtspunkte und stoße auf den Weg, der zur Südaussicht führt, gehe rechts bergab bis zur Schutzhütte.


Blaue Wanderroute

Abstieg Kaiserkrone - Umrundung Kaiserkrone - Dorfplatz-Parkplatz


An dieser Schutzhütte beginnt ein Trampelpfad, der um die Kaiserkrone führt. Mit gutem Schuhwerk und ein wenig Neugier umrunde ich den erodierten Tafelberg. Für meinen Fotoapparat finde ich Motive aus einer ganz anderen Perspektive.

Nach gut 20 Minuten erreiche ich wieder den Ausgangspunkt Schutzhütte.

Auf diesen Rundgang kann man natürlich verzichten und es geht gleich zurück über die Bahnhofstraße, Schulstraße, Dorfplatz zum Parkplatz.

Schöne Abschiedsbilder vom Zirkelstein und der Kaiserkrone gelingen mir immer, wenn ich auf der Marktstraße Richtung Reuterhof gehe.




Für Wanderfreunde, die noch Kraft und Zeit haben, denen historische Gebäude Freude und Bewunderung bereiten, möchte ich noch ein besonderes Erlebnis bieten.



Schwarze Fahrtroute

zur Kirche in Reinhardtsdorf


Ich fahre vom Parkplatz Schöna nach Reinhardtsdorf auf der Hauptstraße K8744, biege nach ca. 3km, kurz hinter einer Kreuzung, ein Parkplatz fällt ins Auge, rechts auf die Nebenstraße Schrammsteinblick ab.

Nach 5 Minuten Fahrt sehe ich links die Reinhardtsdorfer Kirche und davor den kleinen Parkplatz. Die heutige Kirche geht aus dem 15./16. Jahrhundert hervor. Im Inneren der Saalkirche ist man überwältigt. Mich empfängt eine fantastische Farbenpracht. Die Gemälde an den Emporen behandeln die Schöpfungsgeschichte des Alten- und das Neuen Testaments. Der viergeschossige barocke Altar geht auf das Jahr 1681/1684 zurück.


Gelbe Wegemarkierung

zur Aussicht Burschenbüschel


Jetzt zu einem Highlight. Ich überquere die Straße und gehe in Richtung Landwirtschaftsbetrieb. Nach etwa 50m führt links ein Feldweg, vorbei an Viehkoppeln, zum Aussichtspunkt Burschenbüschel. Es sind ca. 15 Minuten, bis ich vor einer gigantischen Kulisse stehe, die Schrammsteine. Hier erlebe ich eine Felsenpracht von einmaliger Schönheit. Der bekannte Kletterfelsen Falkenstein grüßt von Weitem. Links von den Schrammsteinen erkenne ich die Waitzdorfer Höhe. Eine schöne überdachte Raststätte lädt zum Verweilen ein. Ich garantiere ein unvergessliches Erlebnis.

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Vom Parkplatz mit dem Auto links auf die Straße Schrammsteinblick, nach wenigen Metern scharf links auf den Viehbigt Weg und wieder links auf den Kleinen Kirchweg. Am Vorfahrtsschild zur Hauptstraße nicht rechts fahren, sondern links und dann sieht man schon die Wendemöglichkeit, um wieder links auf die Hauptstraße K8744 Richtung Krippen zu kommen. Bitte vorsichtig fahren, es geht sehr eng zu.


Ich wünsche eine gute Heimfahrt.


Der Wanderer