Auf meinem Weg zu den westlichen Aussichten erkenne ich die Reste alter Mauern. Nachweislich stand im Mittelalter an dieser Stelle eine Burg des böhmischen Königs. Diese ging zu Beginn des 15. Jahrhunderts in sächsischen Besitz über. Im Jahr 1379 wird der "Ylgenstein" urkundlich erwähnt.

Die Aussichtsplattformen auf der Westseite des Liliensteins, ausgeschildert "Zu den Aussichten", erreiche ich über einige Leitern und Stufen. Manchmal wird es ziemlich eng. Ich sehe eine erschöpfte und beringte Taube. Vor mir, zum Greifen nah, die Festung Königstein. Regennächte und anschließender Sonnenschein überraschen, wie auch am heutigen Tag, oft mit brodelndem Nebel im Tal. Ein immer wieder beeindruckendes Naturschauspiel.