Die Perlen Sachsens - Dresden












Die ältesten Funde bei Dresden gehen von einer ersten Besiedlung ab ca. 5500 v. Chr. aus.

Da wo heute das Dresdner Schloss steht, fand man Siedlungsspuren, die auf 5500 bis 4500 v. Chr. datiert wurden.

Ungefähr 4000 v. Chr. entstehen im Elbtal die ersten festen Niederlassungen.

Bei Coschütz entsteht ca. 1400 v. Chr. eine der ersten frühzeitliche Befestigungsanlagen als zentraler Siedlungspunkt.

Es sollte eine sehr lange Besiedlungslücke von 2000 Jahren folgen.

Erst um 600 siedeln sich Slawen, von Böhmen kommend, wieder im Elbtal an.

König Heinrich I. unterwirft im 10. Jahrhundert die Slawen (Sorben) und ordnet das Gebiet um Dresden ins ostfränkische Reich ein.

Man vermutet, dass um 1000 an der heutigen Stelle der Dresdner Frauenkirche die erste noch aus Holz bestehende Kirche "Marienkirche" gestanden haben könnte.

Mit der Übergabe der Gebiete an die Mark Meißen ab 1144, besiedelten immer mehr Kolonisten das unentdeckte Land, so auch rund um die Niederungen an der Elbe.

Silberfunde um 1168 in Christiansdorf dem späteren Freiberg, waren vermutlich der Ursprung für die Gründung der ersten Gemeinde, heutiges Dresden.

So fand Dresden im Jahre 1206 erstmals Erwähnung in einer Urkunde des Markgrafen Dietrich.

Der Name Dresden leitet sich aus dem altsorbischen Wort Dreždany ab. Dies waren die slawischen Sumpf- oder Auwald-Bewohner, die bisher an diesem Ort gelebt hatten.

Am 21. Januar 1216 war es dann soweit. Wieder war es der Markgraf, der Dresden nunmehr als Stadt Dresden in einer Urkunde erstmals als solche bezeichnete.

1234 wird die Nikolaikirche aufgrund einer heiligen Reliquie vom Kreuz Christi erstmals erwähnt und später nach ihr in Kreuzkirche umbenennt.

Die Stadt Dresden bekommt 1271 das Marktrecht verliehen.

Wer kennt sie nicht die Augustusbrücke. Erstmals 1275 urkundlich erwähnt, stand schon 1070 ein Brückenbau aus Holz an dieser Stelle. Die erste komplett steinerne Brücke geht auf das Jahr 1222 zurück.

Das heutige Residenzschloss Dresden wird 1289 als Burg urkundlich festgehalten.

1295 wird erstmals der heutige Altmarkt genannt, zur damaligen Zeit Kaufhaus und Rathaus.

1299 wird die Stadtmauer erwähnt.

Im 1300 Jahrhundert wird zum ersten Mal die bis heute bestehende Kreuzschule und deren Schulmeister genannt. Vormals war es eine Lateinschule für die Sänger der Kreuzkirche. Der Dresdner Kreuzchor ist geblieben, bis heute.

Aus dem Jahr 1309 stammt das älteste dargestellte Wappen der Stadt Dresden.

Ein düsteres Erlebnis die "Judenverfolgung" fand zwischen den Jahren 1348 bis 1351 statt. Man ging damals davon aus, dass die als Wucherer bezeichneten Juden die Brunnen vergiftet hätten und so die Pest über die Stadt hereinbrach.

1403 erhält auch der rechts der Elbe liegende Teil Altendresden das Stadtrecht.

Während der Hussitenkriege 1429 wird die heutige Neustadt jedoch niedergebrannt.

Die erste Münze entsteht um 1477.

1491 geht durch einen Brand halb Dresden in Flammen auf. Ab dieser Zeit durften Häuser bis zum 1. Stock nur noch aus Stein erbaut werden.

Trotzdem lebten im Jahre 1500 ca. 6000 Menschen in Dresden.

Schon 1518 predigte Luther in Dresden, die Reformation erreicht Dresden aber erst 1539.

1572 bekommt die weltberühmte Schatzkammer den Namen "Grünes Gewölbe", nach ihrer Farbe.

Der Bau des Stallhofes wird 1491 beendet.

Es folgt von 1618-1648 der 30jährige Krieg mit schlimmsten Verwüstungen Sachsens.

Immer wieder schlägt die Pest zu, wie auch während des Krieges im Jahre 1632 bis 1633, als die Hälfte der Bevölkerung starb.

Der Friedensbrunnen von 1949 besiegelt das Kriegsende von 1648.

Auf dem Taschenberg wird 1667 das erste Opernhaus errichtet.

1676 kann man das erste Mal durch den Großen Garten wandeln.

Unter Friedrich August I. genannt "August der Starke" erlebte Dresden seine prunkvollste Periode. Nach dem Brandt 1685 veranlasste er den Wiederaufbau Altendresdens. Über die Jahre gibt er Bauwerke in Auftrag, wie die Frauenkirche, das neue Schloss was nie fertig gebaut wurde und heute als Zwinger zu bewundern ist, das Japanische Palais, das Blockhaus und viele, viele mehr.

Für die berühmte Mätresse Gräfin Cosel lässt er bis 1708 das Taschenbergpalais errichtet.

1723-1729 Errichtung der neuen Wunderkammer - "Grünes Gewölbe".

1726 wird der Grundstein für die Frauenkirche gelegt.

August der Starke stirbt 1733.

Und wieder gibt es Krieg. Diesmal der "Siebenjährige" von 1756-1763. Besonders hart wird Dresden bei der Belagerung der Preußen 1760 getroffen. Dresden ist wirtschaftlich und kulturell am Boden zerstört.

Die durch den Krieg zerstörte Kreuzkirche muss 1765 abgerissen werden.

Es braucht 60 lange Jahre, bevor Dresden wieder in der Blüte steht, wie es vor dem Siebenjährigen Krieg war.

Schiller wohnt in der Nähe Dresdens und schreibt 1785 "Don Carlos".

Sachsen verbündet sich 1812 mit Napoleon, der 1813 vor seinem Russlandfeldzug in Dresden weilt.

Ab dem Jahr 1827 hält in Dresden die Gasbeleuchtung Einzug.

Einführung der Schulpflicht 1835.

Das erste Dampfschiff wird 1836 von Andreas Schubert erbaut.

1837 folgt die erste Dampflok, ebenfalls von Schubert.

Der Bau der Semperoper beginnt ab 1838 bis zu deren Fertigstellung im Jahre 1841.

1839 wird die erste Eisenbahnstrecke zwischen Dresden und Leipzig eingeweiht.

1859 entsteht der Zoologische Garten.

Der Neubau für die 1869 abgebrannte Semperoper wird 1878 fertiggestellt.

1898 wird die Technische Hochschule ins Leben gerufen.

1913 entsteht der erste Flugplatz.

1914 bricht der erste Weltkrieg aus.

1918 dankt König Friedrich August III. ab.

1930 macht das neue Hygienemuseum erstmalig die Türen auf.

1945 finden die Bombenangriffe auf Dresden statt. Auch viele der historischen Bauwerke wurden dabei völlig zerstört.

1956 wird die Gemäldegalerie neu eröffnet.

1977 Grundsteinlegung für den Wiederaufbau der Semperoper.

1989 fährt der Zug mit den Prager Flüchtlingen über Dresden in die Bundesrepublik.

1993 Wiederaufbau des Taschenbergpalais.

1994 beginnt der Wiederaufbau der Frauenkirche.

Im Jahr 2000 wird das Coselpalais fertiggestellt.

Eines der schlimmsten Hochwasser der Geschichte bricht über Dresden herein.

2005 findet die Weihe der Frauenkirche statt.

Ab 2006 bis heute folgen weitere wiederaufgebaute, historische Gebäude.